KI als Kernstück der Medienleistung
Der Ausgangspunkt dieses Wandels liegt in der rasanten Entwicklung des Medieneinkaufs. Thomas Quélin wies auf eine wichtige Entwicklung hin: Algorithmen und Automatisierung sind zu den Behältern für den Großteil der Werbeinvestitionen geworden. Heute konzentrieren sich fast 80% der Medieninvestitionen im Einzelhandel auf Google Performance Max-Kampagnen, bei denen es sich um automatisierte und KI-gesteuerte Kampagnen handelt. Diese Vorherrschaft hat die traditionelle Matrix des Präzisionsmarketings, die auf audience und targeting Schlüsselwörtern basiert, weniger relevant gemacht. Angesichts von Algorithmen, die keinen Werbetreibenden gegenüber einem anderen bevorzugen und keine komparativen Vorteile schaffen, müssen Werbetreibende an ihren eigenen Assets arbeiten, insbesondere an kreativen Assets.
Die Google-Umgebung, die weit über ihre ursprüngliche Wahrnehmung als textbasierte Suchmaschine hinausgeht, hat sich zu einem “Full-Funnel”-Ökosystem entwickelt. Das bedeutet, dass die Qualität der Werbemittel von entscheidender Bedeutung ist, um die Aufmerksamkeit der Verbraucher in jeder Phase ihrer Reise zu gewinnen. Eine Nielsen-Studie bestätigt, dass die kreative Qualität der einflussreichste Faktor für die Leistung einer digitalen Kampagne ist. Diese zunehmende Bedeutung der Kreativität bringt jedoch eine Herausforderung mit sich: Plattformen wie Google Ads sind “asset-hungrig” und verlangen bis zu 20 Bilder und 5 Videos pro Performance Max-Kampagne. Für eine internationale Marke bedeutet dies, dass sie eine riesige Menge an Kreationen produzieren muss, was die traditionellen Budgets und Produktionskapazitäten stark belastet. Das Ziel ist also klar: mehr Assets produzieren, schneller und zu geringeren Kosten. Der Einsatz von KI kann die Kosten für die Produktion digitaler Assets in großem Maßstab für große Marken um den Faktor drei oder vier senken.
Generative KI: Revolutionierung jeder kreativen Phase
Etienne Roure erläuterte, wie sich generative KI in jeder Phase der kreativen Wertschöpfungskette transformativ einfügt. In der Designphase beschleunigt KI die Kreation (z. B. durch die Erstellung hyperpersonalisierter Moodboards) und ermöglicht so eine Zeitersparnis von 40-50% bei dieser Art von wiederkehrenden Aufgaben und die Zusammenarbeit mit Kunden in Echtzeit. In der Produktionsphase entfaltet die generative KI ihr ganzes Potenzial. KI erleichtert die Erstellung von Assets in großem Umfang und senkt die Kosten drastisch. Ganz gleich, ob Sie Produkte in vollständig KI-generierte Umgebungen integrieren, digitale Modelle einkleiden oder 3D-Elemente in 2D-Szenen einfügen, KI bietet eine nie dagewesene Flexibilität und Effizienz. Und schließlich kann generative KI bei der Postproduktion und der Anpassung von Inhalten problemlos integriert werden, um einen Teil des Prozesses zu automatisieren. So kann sie beispielsweise aus einem einzigen “Key Visual” Dutzende verschiedener Variationen von Bannern bis hin zu Videos für alle Medienplattformen generieren.
Lektionen aus der Praxis
Die Integration von KI ist jedoch nicht ohne Einschränkungen, und Artefact hat wertvolle Erkenntnisse aus der Praxis gewonnen.
Erstens ist der Reifegrad der verschiedenen Modalitäten der generativen KI sehr unterschiedlich. Es überrascht nicht, dass Text am weitesten fortgeschritten ist, gefolgt von Bildern (80% kommerzielle Nutzbarkeit), während Video weniger ausgereift ist (obwohl Tests und die Überwachung von Entwicklungen immer noch empfehlenswert sind).
Ein weiterer wichtiger Lernprozess ist die Verwendung von digitalen Zwillingen von Produkten. Durch die Erstellung von 3D-Versionen können diese perfekt in KI-generierte Umgebungen integriert werden, wobei jegliche visuelle Verschlechterung vermieden wird und die Bedingungen eines “virtuellen Fotoshootings” nachgestellt werden können.
Trotz dieser Fortschritte ist es wichtig zu verstehen, dass die generative KI keine vollautomatische Lösung ist. Die menschliche Nachbearbeitung ist unverzichtbar, wenn es darum geht, “Halluzinationen” zu korrigieren, rechtliche oder Branding-Elemente zu integrieren und, was am wichtigsten ist, den kreativen Touch einzubringen, den nur Menschen bieten können. KI kann einen Kreativen unterstützen, aber sie kann einen nicht-kreativen Menschen nicht kreativ machen.
Kundenfälle und Leistung
Die konkreten Ergebnisse dieser Ansätze sind überzeugend. Ein großes Luxusunternehmen hat beispielsweise die Produktionskosten für ein Objekt dank KI von 14.000 € auf nur 4.000 € gesenkt. Die Fotoshooting-Phase konnte mit digitalen Zwillingen vollständig eliminiert werden. In einem anderen Fall, bei einem europäischen Unternehmen für Gartenbedarf, wurde die Fähigkeit der KI demonstriert, maßgeschneiderte Produktionspipelines zu erstellen, um Packshots in sehr spezifische KI-Atmosphären zu integrieren und automatisch Variationen zu erzeugen.
Diese Innovationen schlagen sich direkt in einer messbaren Medienleistung nieder. A/B-Tests, die von Artefact in der Google Ads-Umgebung durchgeführt wurden, zeigten deutliche Verbesserungen. In der Hotelbranche wurde ein Anstieg des ROAS (Return On Ad Spend) um 25% beobachtet. In der Branche cloud sanken die CPA (Cost Per Acquisition) um 20%, und die Konversionsraten wurden drastisch verbessert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass generative KI nicht mehr nur ein Trend ist, den man beobachten kann, sondern ein strategischer Imperativ für Marken und Agenturen. Sie ermöglicht es, die steigende Nachfrage von Googles Algorithmen nach kreativen Assets zu befriedigen, die Produktionskosten zu senken und vor allem die Leistung von Medienkampagnen deutlich zu optimieren. Es ist ein mutiger, aber unverzichtbarer Weg, den die Experten von Artefact allen Unternehmen empfehlen, um in diesem neuen Zeitalter des digitalen Marketings wettbewerbsfähig zu bleiben.
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