Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Diskussion zwischen Matthieu Grymonprez, Global CDO & CIO von Adeo, und Guillaume Léger, Consulting Director bei Artefact, auf dem Adopt AI Summit von Artefact - 5. Juni 2024

Über Matthieu Grymonprez: Er ist Absolvent der prestigeträchtigen Ecole Polytechnique und derzeit CDO & CIO von Adeo. Mit einem starken Hintergrund in den Bereichen Ingenieurwesen und Technologie leitete er bedeutende Projekte in den Bereichen Softwareentwicklung, Cybersicherheit und IT-Infrastruktur. Sein strategischer Weitblick und seine innovativen Lösungen haben die technologischen Fähigkeiten und die betriebliche Effizienz seiner Organisationen verbessert und so zu bedeutenden Fortschritten und digitalen Strategien bei Adeo geführt.

Über Adeo: Die Adeo Group ist ein weltweit führender Anbieter von Heimwerkerprodukten und bedient jährlich über 505 Millionen Kunden in 1.000 Geschäften in 21 Ländern. Bekannt für Marken wie Leroy Merlin und Bricoman, konzentriert sich Adeo darauf, das Zuhause zu einem positiven und nachhaltigen Ort zum Leben zu machen.

Aktuelle Nutzung von AI in Adeo

KI wird in verschiedene Geschäftsbereiche integriert, darunter Supply Chain Management und Customer Experience. In der Lieferkette wird KI eingesetzt, um Anbieter zu bewerten und die Palettenregistrierung zu optimieren. Auf der Kundenseite ordnet KI die Produkte auf der Website ein und verbessert die Produktbeschreibungen und die Modellierung für die Registrierung.

“KI ist für unsere Strategie von zentraler Bedeutung, da sie sowohl die betriebliche Effizienz als auch die Kundenbindung durch innovative Lösungen fördert.”
Matthieu Grymonprez, Globaler CDO & CIO von Adeo

Organisationsstruktur für die KI-Implementierung

Adeo verwendet ein “Hub and Spoke”-Modell für die Integration von KI. Ein zentrales globales data-Team kümmert sich um data-Engineering, data-Wissenschaft und Analytik, legt Rahmenbedingungen fest und wählt Technologien aus. Lokale Geschäftseinheiten und Plattformen haben ihre eigenen data-Wissenschaftler und -Analysten, die diese Rahmenwerke nutzen, um den Produkten einen Mehrwert zu verleihen. Dieser dezentrale Ansatz stellt sicher, dass die KI-Initiativen eng an den Produktanforderungen ausgerichtet sind.

Herausforderungen der KI in der Produktion angehen

Die Implementierung von KI ist mit dem “Proof of Concept”-Effekt konfrontiert, bei dem die anfängliche Entwicklung einfach ist, die Produktion und die geschäftliche Transformation jedoch eine Herausforderung darstellen. Adeo stellt sicher, dass KI-Projekte in der Produktion Wert schaffen, indem es die Gesamtbetriebskosten von Anfang an berücksichtigt. Die kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung von maschinellen Lernmodellen ist unerlässlich, um die Effektivität und Wertschöpfung zu erhalten. Adeo betont, wie wichtig es ist, Modelle für maschinelles Lernen als digitale Produkte zu behandeln, die eine ständige Überwachung und Verwaltung erfordern.

Förderung von Innovation und Kompetenzentwicklung

Adeo konzentriert sich darauf, talentierte data-Wissenschaftler und KI-Ingenieure zu gewinnen und zu halten, indem es ihnen Freiraum und Möglichkeiten zur Innovation bietet. Das Unternehmen zieht es vor, KI-Fähigkeiten intern zu entwickeln, anstatt sich auf externe Lösungen zu verlassen, was eine bessere Integration und Wartung gewährleistet. Die Teams werden ermutigt, sich intern weiterzubilden und zu entwickeln, wodurch eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der Zusammenarbeit gefördert wird.

Ansatz für KI-Fabriken

Adeo glaubt nicht an zentralisierte KI-Fabriken, sondern integriert KI-Fähigkeiten in jedes Produkt und jedes Team. Ein zentrales Rahmenteam gibt Anleitung und hält Standards ein, produziert aber nicht direkt KI-Lösungen. Dieser dezentrale Ansatz stellt sicher, dass KI in allen Produkten und Geschäftsprozessen relevant und wettbewerbsfähig bleibt.