AI for Industry Summit von Artefact - 17. September 2024 - Paris
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Podiumsdiskussion mit Rodolphe Gelin, Experte für KI und Robotik bei der Renault-Gruppe, Vincent Cadoret, Chief Data and Analytics Officer bei der Europcar Mobility Group, und Franck Bonnay, Key Account Executive bei Google Cloud.
Einführung in die KI-Transformation in der Automobilindustrie
Die Podiumsdiskussion “AI for Automotive”, die von Franck Bonnay von Google Cloud moderiert wurde, bot Einblicke von Rodolphe Gelin, Experte für KI und Robotik bei der Renault-Gruppe, und Vincent Cadoret, Chief Data and Analytics Officer bei der Europcar Mobility Group. Das Gespräch drehte sich darum, wie KI die Automobilindustrie verändert, wobei der Schwerpunkt auf Fortschritten bei der selbstfahrenden Technologie, verbesserten Benutzererfahrungen und der Optimierung von Geschäftsprozessen lag. Rodolphe betonte, wie Renault KI in verschiedene Funktionen wie Technik, Fertigung und Lieferkette integriert, während Vincent über die frühen Phasen des KI-Einsatzes bei Europcar sprach, zu denen Geschäftslösungen wie Kunden data platforms und KI-gesteuerte Entscheidungsfindung gehören.
Europcars frühe KI-Reise und Strategie
Vincent erklärte, dass Europcar ein data-Labor initiiert hat, um KI-Anwendungsfälle zu erforschen, wie z.B. die Vorhersage des Restwerts von Fahrzeugen und die Optimierung von digitalen Marketingkampagnen. Er hob hervor, wie wichtig es ist, KI-Initiativen mit der allgemeinen Strategie des Unternehmens in Einklang zu bringen. Er betonte, dass der Schwerpunkt vor allem auf entscheidungsunterstützenden Systemen für interne Prozesse liegt. Zur Unterstützung der KI-Entwicklung hat Europcar eine Governance-Struktur mit data-Champions in allen Abteilungen geschaffen, um sicherzustellen, dass die Projekte auf der Grundlage der Geschäftsanforderungen priorisiert werden.
Die fortschrittliche KI-Integration von Renault und data foundation
Renault hingegen ist auf seinem Weg zur KI schon weiter und hat KI-Lösungen im gesamten Unternehmen implementiert, auch in der Fertigung. Rodolphe betonte, wie wichtig es ist, vor dem Einsatz von KI ein starkes data foundation aufzubauen. KI-Projekte können nur dann erfolgreich sein, wenn das data gesammelt, organisiert und effizient zugänglich gemacht wird. Er nannte das Beispiel von KI-gesteuerten visuellen Inspektionssystemen für die Fertigung, die als Pilotprojekte begannen und später durch ein zentrales “Exzellenzzentrum” industrialisiert und auf mehrere Fabriken ausgeweitet wurden.”
Skalierung von KI in Fertigung und Lieferkette
Was die Skalierung von KI angeht, so ist Renault von Proof-of-Concept-Projekten (PoC) zu umfassenden Implementierungen übergegangen. Das Unternehmen konzentriert sich jetzt auf 20 hochwirksame KI-Projekte, insbesondere in der Fertigung und bei der Optimierung der Lieferkette. So setzt Renault beispielsweise KI ein, um die LKW-Routen für die Lieferkettenlogistik zu optimieren, was zu erheblichen betrieblichen Effizienzsteigerungen führt. Rodolphe erwähnte auch den Einsatz von symbolischer KI für die Planung und Disposition sowie auf neuronalen Netzen basierende Lösungen für die Qualitätskontrolle in der Fertigung.
Die Bedeutung von data für den Erfolg der KI
Beide Redner betonten die entscheidende Rolle von data für den Erfolg von KI-Projekten. Vincent merkte an, dass Europcar an der Schaffung eines homogenen data-Ökosystems arbeitet, um die nahtlose Integration von KI in allen Geschäftsbereichen zu gewährleisten. Rodolphe schloss sich dieser Meinung an und fügte hinzu, dass Renault an der Integration von data aus verschiedenen Wertströmen wie Fertigung, Lieferkette und Beschaffung arbeitet, um die Wirksamkeit von KI-Lösungen zu maximieren.
Generative KI und ihre neuen Anwendungsfälle
Die Diskussion verlagerte sich dann auf das Thema generative KI. Rodolphe berichtete über die Erfahrungen von Renault mit dem Einsatz generativer KI zur Analyse von Kundenfeedback und zur Unterstützung bei der Diagnose von Fahrzeugproblemen auf der Grundlage von Kundenbeschwerden. Vincent äußerte sich begeistert über das Potenzial der generativen KI, die Produktivität im Kundenservice und darüber hinaus zu verbessern. Beide Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass der eigentliche Wert der generativen KI in ihrer Fähigkeit liegt, nicht-technische Anwender in die Lage zu versetzen, neue Arbeitsweisen zu erfinden, obwohl Vincent anmerkte, dass kollaborative, unternehmensweite Anwendungsfälle noch im Entstehen begriffen sind.
Die Rolle von Partnerschaften bei der KI-Entwicklung
Schließlich endete das Panel mit einer Diskussion über die Bedeutung von Partnerschaften im KI-Ökosystem. Rodolphe betonte den Wert der Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Google, die Renault helfen, an der Spitze der KI-Innovation zu bleiben. Vincent schloss sich dieser Meinung an und betonte die Notwendigkeit ständiger Inspiration und Rückmeldungen von führenden KI-Unternehmen wie Google, um sicherzustellen, dass sie mit ihren KI-Initiativen auf dem richtigen Weg sind. Beide Redner waren sich einig, dass die Zusammenarbeit mit externen Partnern unerlässlich ist, um mit dem rasanten Tempo der KI-Entwicklung in der Automobilbranche Schritt zu halten.

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