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Suchmaschinenoptimierung steht nicht gerade an der Spitze der sexy Marketingdisziplinen.
Suchmaschinenoptimierung steht nicht gerade an der Spitze der sexy Marketingdisziplinen.
Viele große nordische Unternehmen neigen dazu, die mühsame Arbeit zu ignorieren oder zu Gunsten von Medieninvestitionen zu priorisieren, die kurzfristige Ergebnisse bringen. Aber bei steigenden Klickpreisen bei Facebook und Google kann dies eine kostspielige Strategie sein - vor allem, wenn sie die Leistung auf anderen Kanälen kostet.
Die mühsame Arbeit der Suchmaschinenoptimierung erinnert ein wenig an Archäologie.
Es ist langsam, erfordert Liebe zum Detail - und steht nicht ganz oben auf der Liste der begehrtesten Jobtitel. Fernsehwerbung, Social Media-Kampagnen, Websites und Werbebanner ‘schreien’ lauter und erfordern daher viel mehr Aufmerksamkeit.
An sich ist der Mangel an Aufmerksamkeit vielleicht kein Problem.
Der SEO-Manager könnte die Art von Person sein, die anderen das Rampenlicht überlässt. Aber meistens spiegelt die Aufmerksamkeit auch die interne Ressourcenzuteilung wider - und in diesen Fällen kann sie mit einer unangemessenen Priorität enden.
Denn in vielen Fällen kann ein Großteil des Web-Traffics des Unternehmens durch organische Klicks erzielt werden, die durch Suchmaschinenoptimierung ermöglicht werden. Ein Blick auf die Top-10-Kunden von Artefact in Skandinavien zeigt, dass SEO mit durchschnittlich 37% der bei weitem größte Traffic-bringende Kanal ist. Dies schließt zwar Schwankungen bei den Kampagnenzeiträumen und den Medienausgaben für andere Kanäle ein, ist aber dennoch ein deutlicher Hinweis auf das Potenzial von SEO.
Die SEO-Disziplin ist jedoch nicht nur unsichtbar, weil ihr zu wenig Priorität beigemessen wird.
Es ist auch mühsam und es kann lange dauern, bis Sie die Ergebnisse sehen. Vom Beginn der SEO-Arbeiten bis zur Umsetzung der Optimierungen und der eigentlichen Indizierung bei Google können leicht 3-6 Monate vergehen, bevor Sie die ersten Ergebnisse sehen. Nicht gerade ein Zeitplan, der der Kampagnenplanung und dem Tempo der meisten Marketingabteilungen entspricht. In vielen Fällen wird es als einfacher angesehen, schnell in Google Ads zu investieren.
Aber in Wirklichkeit kann es die Erfolgschancen auf lange Sicht beeinträchtigen. Abgesehen davon, dass der Traffic für die mühsame SEO-Arbeit wahrscheinlich weniger kostspielig ist, lassen sich auch auf den anderen Kanälen bessere Ergebnisse erzielen.
Die Suchmaschinenoptimierung wirkt sich positiv auf die Konversion der Website aus und führt zu einem Rückgang der Absprungraten. Dieser Effekt wird dadurch verursacht, dass die Keyword-Analyse dafür gesorgt hat, dass der Inhalt der Website relevant ist und den Wünschen der Nutzer oder der ‘Nutzerabsicht’ entspricht. Dasselbe gilt für Google Ads, wo ein Qualitätsscore verwendet wird, um die Relevanz zu berechnen - und damit auch den Auktionspreis zu beeinflussen.
Schließlich kann die Analyse und Optimierung von Schlüsselwörtern auch eine wertvolle Inspiration für die Inhaltsstrategie und die Auswahl von Kampagnenthemen sein. Die Idee dabei ist, die Kampagnenthemen auf das zu stützen, wofür sich die Zielgruppe audience tatsächlich interessiert, und nicht auf Feiertage oder die Tatsache, dass das Unternehmen dieses Jahr wieder seinen Geburtstag feiert. Die Erfahrung von Artefact mit medienübergreifenden data-driven-Kampagnen, bei denen das Thema auf einer soliden Keyword-Analyse basiert, zeigt, dass diese Kampagnen oft besser abschneiden als Kampagnen mit generischen Themen.
Unabhängig davon, ob Sie mit E-Commerce arbeiten oder ob der eigentliche Verkauf über andere Kanäle erfolgt, kann es sich lohnen, einen Blick auf die Suchmaschinenoptimierung des Unternehmens zu werfen und zu beurteilen, ob es Verbesserungspotenzial gibt.
Die drei Hauptbereiche, die bewertet und bearbeitet werden sollten, sind;
– Technische SEO (On-Page):
Optimierung des technischen Teils der Website, die darauf abzielt, entweder die Geschwindigkeit der Website, die Einrichtung der Vorlagen oder die Kommunikation mit den Suchmaschinen zu verbessern.
– Inhalts-SEO (On-Page):
Optimierung bestehender Inhalte und Implementierung neuer Inhalte für die Website, die auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet sind. Dies umfasst sowohl die Analyse von Schlüsselwörtern und inhaltlichen Lücken, um den Inhalt zu priorisieren, als auch die Ermittlung der Nutzerabsichten auf den Landing Pages.
– Content Marketing / Linkaufbau (Off-Page):
Links auf externen einzigartigen und relevanten Websites von hoher Qualität. Dies soll die Autorität der Website erhöhen und so die organischen Platzierungen auf der Website stärken.
In jedem Bereich steckt potenziell eine Menge Arbeit, und sie wird höchstwahrscheinlich nicht abgeschlossen sein, bevor die nächste Kampagne startklar ist. Aber mit fortlaufenden Bemühungen kann das Niveau angehoben werden, und langfristig werden Sie über ein Set-up verfügen, das in Ihre laufende Kampagnenplanung integriert werden kann, so dass Sie in der Lage sind, die ‘kostenlosen’ Möglichkeiten von Google zu nutzen.
Langfristig gesehen wird eine SEO-Bemühung (mit dem richtigen Fokus) auch die Chancen des Unternehmens in zwei Bereichen stärken, die sich noch in einem frühen Stadium befinden, denen aber eine große Zukunft vorausgesagt wird:
Ein Bereich ist die sprachbasierte Suche ‘Voice Search’ auf Smartphones oder sprachgesteuerten Geräten. Experten schätzen, dass bis Ende 2020 bis zu 50% aller mobilen Suchanfragen in den USA sprachbasiert sein werden.
Der zweite Bereich ist ‘Google Discover’, wo die Nutzer je nach Interesse Nachrichten direkt in ihr Google-Browserfenster geschickt bekommen. Mit anderen Worten: SEO-basiertes Push-Marketing.
... Also lieber Marketingleiter! Entstauben Sie Ihren SEO-Verantwortlichen und bringen Sie ihn oder sie ins Rampenlicht.
Oder schenken Sie Ihrer SEO-Agentur die gleiche Aufmerksamkeit, wie wenn Sie sich über die neuesten Erfindungen Ihrer Kreativagentur aufregen.
Denn es könnte direkt vor Ihrer Nase Gold versteckt sein.

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